Wartung und Überprüfung von Amalgamabscheidern in Brandenburg 

Seit Januar 2011 gelten in Brandenburg neue Bestimmung zur Wartung und Prüfung von Abscheidern in Ihrer Praxis. Einleitung oder Einbringung von amalgamhaltigem Abwasser nach § 4 Abs. 1 Indirekteinleiterverordnung.

Wir sind neben Berlin auch in Brandenburg für die Wartung und Überprüfung (Generalinspektion) von Amalgamabscheidern befähigt. Bei Fragen wenden Sie sich an unseren Service.

INFO`S ABSCHEIDERPRÜFUNG LAND BRANDENBURG

Die Einleitung des amalgamhaltigen Abwassers aus Behandlungseinheiten und des Abwassers, das beim Umgang mit Amalgam anfällt, darf nur über bauartzugelassene Amalgamabscheider erfolgen.

Die Abwasserbehandlungsanlagen sind entsprechend der Einbau-, Betriebs- und Wartungsanleitung des Herstellers sowie den Vorgaben der allgemeinen bauaufsichtlichen Zulassung des Deutschen Instituts für Bautechnik (DIBt) einzubauen, zu betreiben, durch einen Sach- kundigen*) zu warten und durch einen Sachverständigen gemäß § 4 Absatz 3 Indirekteinleiterverordnung (IndV)*) vor Inbetriebnahme und wiederkehrend alle 5 Jahre auf ihren ordnungsgemäßen Zustand und sachgemäßen Betrieb überprüfen zu lassen.

Mit Abgabe dieser Anzeige (Inbetriebnahme/Weiterbetrieb) und danach in regelmäßigen Ab- ständen von höchstens fünf Jahren ist ein Prüfbericht über die durchgeführte Überprüfung (Generalinspektion) entsprechend der Betriebs- und Wartungsanleitung des Herstellers so- wie den Vorgaben der allgemeinen bauaufsichtlichen-Zulassung unter Angabe eventueller Mängel und mit Vorschlägen zu Fristen zur Beseitigung an die untere Wasserbehörde zu übergeben.

Der Einbau des Abscheiders muss durch einen fachkundigen Betrieb erfolgen.

In dem zu führenden Betriebstagebuch sind die Zeitpunkte und Ergebnisse der durchgeführten Kontrollen, Wartungen und Überprüfungen, die Entsorgung und die Beseitigung eventuell festgestellter Mängel zu dokumentieren. Das Betriebstagebuch ist fünf Jahre nach der letzten Eintragung aufzubewahren und den Mitarbeitern der unteren Wasserbehörde auf Verlangen vorzulegen.

Beim Betrieb und bei der Überprüfung festgestellte Mängel sind unverzüglich zu beheben oder beheben zu lassen.

Änderungen, die sich auf den Anfall des amalgamhaltigen Abwassers oder auf die Amal- gamabscheidung auswirken können, sind der unteren Wasserbehörde mitzuteilen. Anzuzei- gen sind in jedem Fall die beabsichtigte Einrichtung weiterer Behandlungsplätze oder der Wechsel von Amalgamabscheidern.

Die in Amalgamabscheidern anfallenden Amalgamschlämme dürfen nicht in die öffentliche Kanalisation eingeleitet werden, sondern sind den abfallrechtlichen Bestimmungen entsprechend zu entsorgen.

Die bei der Röntgenfilmentwicklung anfallenden Fixier- und Entwicklerbäder sind ordnungs- gemäß als Abfall zu entsorgen. Bei Fixier- und Entwicklerbädern handelt es sich um besonders überwachungsbedürftige Abfälle (Sonderabfälle), die einer obligatorischen Nachweisführung unterliegen. Daraus folgt, dass Fixier- und Entwicklungsbäder nicht in öffentliche Abwasseranlagen eingeleitet werden dürfen, sondern als Abfälle in dafür zugelassenen An- lagen zu entsorgen sind. Sonderabfälle unterliegen einer Andiengpflicht an die Sonderabfallgesellschaft Brandenburg-Berlin mbH (SBB), Berliner Str. 27a, 14467 Potsdam. Aus diesem Grund sind weitere Auskünfte bei der SBB schriftlich oder telefonisch unter der Nummer 0331/279327 einzuholen. Eine Betriebsübergabe oder Betriebseinstellung (Praxisveräußerung oder -schließung) ist anzuzeigen.

Für die Überprüfung (Generalinspektion) von bauartzugelassenen Amalgambscheidern gemäß der Indirekteinleiterverordnung können auch anerkannte bzw. zugelassene Sachverständige oder sachverständige Stellen anderer Bundesländer oder EU- Staaten herangezogen werden.

Als Sachkundige werden Personen des Betreibers oder beauftragte Dritte angesehen, die auf Grund ihrer Ausbildung, ihrer Kenntnisse und ihrer durch praktische Tätigkeit gewonne- nen Erfahrungen gewährleisten, dass sie Bewertungen oder Prüfungen im jeweiligen Sach- gebiet sachgerecht durchführen. Die sachkundige Person kann die Sachkunde für Betrieb und Wartung von Amalgamabscheidern auf einem Lehrgang mit nachfolgender Vororteinweisung erwerben, den z.B. die einschlägigen Hersteller, Berufsverbände, Handwerkskammern sowie die auf dem Gebiet der Abscheidertechnik tätigen Sachverständigenorganisationen anbieten.

Sachverständige im Land Brandenburg sind Mitarbeiter von Betreiber unabhängigen Betrieben, Sachverständigenorganisationen oder sonstigen Institutionen bzw. selbstständige Sachverständige, die nachweislich über die erforderlichen Fachkenntnisse für Betrieb, Wartung und Überprüfung von Amalgamabscheidern im Umfang der allgemeinen bauaufsichtlichen Zulassung des DIBt sowie die gerätetechnische Ausstattung zur Prüfung von Amalgamabscheidern verfügen. Im Einzelfall können diese Prüfungen bei größeren Betriebseinheiten auch von intern unabhängigen, bezüglich ihres Aufgabengebietes nicht weisungsgebundenen sachverständigen Mitarbeitern des Betreibers mit gleicher Qualifikation und gerätetechnischer Ausstattung durchgeführt werden.